Weißenseer Kirchenbuch zur Ausstellung



Das älteste Kirchenbuch von Weißensee ist derzeit in einer Ausstellung im Stadtmuseum Erfurt zu bestaunen. Noch bis 26.09.2004 beschäftigt sich diese Sonderausstellung mit der Geschichte der Hexenverfolgung in Thüringen. Das Weißenseer Kirchenbuch zeigt u.a. eine bildliche Darstellung einer Hexenverbrennung aus dem Jahre 1594. Hexenverbrennungen sind kein Phänomen des Mittelalters, sonder

Sonderausstellung

14.05. bis 26.09.2004 Hexen - Gericht
Verfolgungen und Prozesse der Neuzeit in Thüringen
In Zusammenarbeit Meininger Museen und Stadtmuseum Erfurt
Stadtmuseum Erfurt
Johannesstraße 169
99084 Erfurt

www.stadtmuseum-erfurt.de



Glockenturmsanierung der Stadtkirche Weißensee



Bereits seit 230 Jahren steht neben der Stadtkirche St. Peter und Paul am Rande des Markplatzes ein steinerner Glockenturm mit geschweifter Haube und einer kleinen Laterne. Den Abschluss bildet dabei der Turmknopf mit Wetterfahne, welcher bereits im April diesen Jahres im Rahmen einer kleinen Zeremonie abgenommen wurde.
Die brennendste Frage bei solchen Angelegenheiten ist natürlich die des Inhaltes.
Der Kassiber aus stabiler Plaste verrät schon das ungefähre Alter. Aber auch die Wetterfahne selber gibt darüber Auskunft, bis uns der Inhalt dann letztendlich Gewißheit schafft. Eine Zeitung "Das Volk" vom 02.08.1968, "Die Bibel", handschriftliche Notizen von 1925 und 28 sowie ein 5 Mark-Schein (der Deutschen Notenbank) waren Ausbeute des ganzen Unterfangens. Interessantestes Zeugnis aber war ein Brief des Gemeindekirchenrates in der "von den Russen besetzten Zone". Alles wurde sogleich sichergestellt und harrt nun dem Tage entgegen, wo die Spitze wieder in feierlicher Zeremonie aufgesetzt werden kann.

Derzeit ist das komplette Gebälck der Turmhaube erneuert und wird nun Stück für Stück geschiefert. Das Kleinod des Glockenturmes sind natürlich die beiden historischen Bronzeglocken, eine aus dem Jahre 1582 von Meister Eckart Kucher, einem namenhaften Glockengießer aus Erfurt gegossen, sowie eine mittelalterliche Glocke von 1326, welche sich momentan im Glockenschweißwerk Nördligen zur Restauration befindet. Nebenbei bemerkt ist auch die berümteste Glocke Thüringens, die "Gloriosa" aus dem Erfurter Dom, abgenommen und harrt nun ebenfalls in Nördlingen auf den Tag, an dem sie ihre Stimme zurück erhält.


Glocke von 1326 noch
eisernen Joch
Firma Glocken und Turmuhren
Christian Beck aus Kölleda während
der Glockendemontage
Der fehlende Kronenhenkel muss im
Glockenschweißwerk nachgeform und ange-
schweißt werden.


Zimmerei Stawenow aus Andisleben
bei den Zimmererarbeiten an
der Turmhaube
Neue Haube der Turmlaterne,
bereits eingeschiefert